5. Besatzungstreffen der
Ablöserbesatzung Indien 7 in
Hamburg
Es
sollte für uns ein
unvergessliches Treffen und
eine Reise in die
Vergangenheit werden. Aber
der Reihe nach:
Sonnabend,
den 15.7.2023
Wir
trafen uns am späten
Nachmittag auf der
Dachterrasse des
Intercity-Hotels Hamburg zur
Bordversammlung. Die Anreise
war für die Zuganreisenden
gut verlaufen. Die Deutsche
Bahn hatte einen guten Tag
erwischt. Auch die Anderen
hatten eine halbwegs
entspannte Anreise, obwohl
halb Hamburg durch die
Triathlon WM gesperrt war.
Danach
brachte uns die S-Bahn zur
Reeperbahn. Wir hatten die
„Große Reeperbahn Tour“
gebucht. Unser Guide Stephan
war auf der Reeperbahn groß
geworden und sein täglicher
Schulweg führte ihn durch
die „Große Freiheit“.
St Pauli lässt ihn
einfach nicht los. Eine
Führung mit ihm ist
spannender als jede Tele
Novella oder pseudo Kiez
Reportage von Hartz TV, denn
er ist ein echter Insider.
Die 2,5 Stunden vergingen
wie im Flug und unser Guide
Stephan hat sich sehr über
unser kleines Gastgeschenk,
dass wir ihm durch die
Unterstützung des
DSR-Seeleute e.V.
überreichen konnten,
gefreut. Wenige Tage danach
schrieb er mir, dass er die
„Bordgeschichten“ fast
durchgelesen hat. Einen
Absacker tranken wir dann
noch auf dem
Hans-Albers-Platz.
Eigentlich war für uns auch
alles Neuland, denn wir
hatten ja zu DSR-Zeiten
keine Zeit und kein Geld.
Außerdem war der Kontakt zu
Personen aus den „Nicht
Sozialistischen
Wirtschaftsgebiet“
strengstens untersagt und
wir haben uns natürlich alle
darangehalten.
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Absacker auf dem
Hans-Albert Platz |
Impressionen auf der
Reeperbahn |
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Kietzjunge Stephan
mit unserem
Gastgeschenk |
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Sonntag, den
16.7.2023
Ausgerüstet
mit unseren
Frühstücks-Lunchpaket, guter
Laune und freudiger
Erwartung begaben wir uns
zum ZOB Hamburg. Von dort
fuhren wir mit dem
Shuttle-Bus nach Cuxhaven.
Wir hatten die „Hamburg-Süd
Gedenkfahrt
Cuxhaven-Hamburg“ auf der
„Cap San Diego“ gebucht. CAP
SAN DIEGO ist das letzte
noch erhaltene Schiff einer
Serie von sechs schnellen
Stückgutfrachtern, das
1961/62 für die Reederei
Hamburg-Süd gebaut wurde und
bis Ende 1981 vorzugsweise
nach Südamerika fuhr. Wir
fühlten uns sofort in unsere
Fahrens Zeit zurückversetzt
und unsere mitreisenden
Ehepartner/-innen kamen aus
dem Staunen nicht wieder
raus. Man konnte alles
besichtigen. Die Geräusche
der Hauptmaschine waren für
die Techniker unter uns
Musik in den Ohren und die
Vollmatrosen hätten gern die
An und Ablegemanöver
mitgemacht. Schnell sind wir
auch mit der Besatzung der
Cap San Diego ins Gespräch
gekommen, seemännisch auf
Augenhöhe, denn viele Sachen
waren ja wie auf unseren
alten Schiffen. Unser
Kapitän Hartmut Hofer
überreichte dem Kapitän der
Cap San Diego Birger Möller
noch ein kleines
Gastgeschenk zur Erinnerung
an uns. Er snackte mit uns
noch über seine Erlebnisse
mit der DSR. Wir hätten ihm
stundenlang zuhören können,
aber es war ja Revierfahrt
und er hatte deshalb nicht
viel Zeit. 17:30 waren wir
in Hamburg fest und mussten
absteigen. Der eine oder
andere von uns hatte auch
ein bisschen Pipi in den
Augen. Einen wunderschönen
Tag ließen wir im
Hard-Rock-Café an den
Landungsbrücken ausklingen.
Anke hatte unsere
Bordchronik mit und wir
konnten noch ein wenig in
Erinnerungen schwelgen.
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Aufsteigen in
Cuxhaven |
Cap San Diego
Hauptschalttafel |
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Revierfahrt Blick
von Deck 6 |
Maschinenraum |
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Hafen Hamburg: Blick
auf Cap San Diego |
Blick auf den
Hafen |
Montag, den 17.7.2023
Nach einem
ausgiebigen Frühstück im
Intercity-Hotel Hamburg hieß
es schweren Herzens Abschied
nehmen von einigen
Teilnehmern. Wir 5 Torgauer
besichtigten noch die
Elbphilharmonie und erfuhren
bei einer Führung viel
interessantes über Hamburg
neues Wahrzeichen. Die Cap
San Diego bot uns von der
Terrasse noch mal ein sehr
schönes Fotomotiv. 15:37
traten wir die Heimreise an.
Auch diesmal hatte die
Deutsche Bahn einen halbwegs
guten Tag. Eine halbe Stunde
später als geplant waren wir
wieder in Torgau.
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Elbphilharmonie |
Fassadenreinigung an
der Elphi |
Elbphilharmonie
Rolltrepe |
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Elbphilharmonie,
Innenansicht |
Landungsbrücken |
Gerd Pollakowski
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