Aktuelles

Arbeitseinsatz von Mitgliedern des DSR Seeleute e.V. auf dem historischen Elbschlepper "WALTRAUT" im Dresdner Alberthafen

Am 26.06.2021 fanden sich 6 Vereinsfreunde und unser Ehrenmitglied Emma zu einem Arbeitseinsatz im historischen Terminal des Alberthafens in Dresden ein. An dem im Jahr 1913 erbauten Schiff waren Instandsetzungsarbeiten (Entrosten, Malen) erforderlich.
Der DSR Seeleute e.V. unterstützt damit den SHV Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein e.V. beim Erhalt dieses historischen Zeugnisses früherer Binnenschifffahrt auf der Elbe.
Arbeiten am Vorschiff
   
 

 
Schifffahrtsmuseum Rostock startet Spendenaufruf zum Wiederaufbau und Inbetriebnahme eines Hilfsdiesels auf dem Traditionsschiff

Der DSR Seeleute e.V. hat sich mit einer Spende von 1.000 EUR an dieser Aktion beteiligt. Das eröffnet uns die Gelegenheit, im kommenden Jahr die Räumlichkeiten des Traditionsschiffes wie folgt zu nutzen:
- Durchführung der Wahlen im Jahr 2022 in Luke I (unser Spendenbeitrag: 600 EUR
- Nutzung der Offiziersmesse für das Catering (unser Spendenbeitrag: 400 EUR

Für den Wiederaufbau des Hilfsdiesels werden insgesamt 17.000 EUR benötigt. Der Spendenzeitraum lief vom 15.03.2021 bis 31.05.2021. Der Projektabschluß ist für 12/2021 geplant.

Ergebnis: Für den Spendenaufruf gab es 142 Unterstützungen, die einen Betrag von 17.517 EUR erbrachten. Damit kann das Projekt starten.
Wilfried Pucher - Ich war der Chief Mate

Am 10. Juli 2020 fand die Premiere der Buchlesung von Wilfried Pucher (Chief Mate auf MS J.G. FICHTE in der Serie „ZUR SEE“) in der Galerie ART IN in Meerane statt. Außer der Präsentation seines Buches „Ich war der Chief Mate“, wurde Wilfried Pucher an diesem Tag des offiziellen Erscheinens seines Buches,

80 Jahre alt. Ein doppeltes großes Ereignis, was von allen Beteiligten dieser Lesung und unter der schönen Ausgestaltung dieses Events durch die Galeristin Frau Marsch, mit einem Gläschen Sekt gefeiert wurde. Dieser sehr durchorganisiert gestaltete Abend,  war auch dem professionellen Monitoring durch Herrn Schuster vom Schuster Verlag und einem exzellenten Gitarristen mit tollen Einlagen zu verdanken.

Da ich selbst, zu dieser Zeit der Dreharbeiten dieser Serie, als Lehrling des 1. Lehrjahres der Klasse VM3 an Bord war und viele Eindrücke zu dieser Zeit, auch die Dreharbeiten betreffend, sammeln konnte, war es für mich ein besonderer Moment, an dieser Veranstaltung mit meiner Frau teilnehmen zu können. Alte Erinnerungen tauchten auf, ein kurzes Gespräch am Ende des Abends mit Wilfried Pucher und natürlich eine persönliche Widmung in seinem Buch für mich (u.a. mit Ochsenschulze) rundeten diesen Abend ab.

Da  wir auch Schubi, Bernd Storch, Eva Stein und Mitglieder des Drehstabs bei unseren DSR Seeleute-Treffen als Gäste begrüßen konnten, war dies für mich ein ganz besonderes Erlebnis. Ich konnte meine persönliche Fotoserie noch um ein weiteres Mitglied aus dieser Zeit ergänzen.

Fazit von mir: Sehr empfehlenswert!“

Ingo Bochert  

Wilfried Pucher - Ich war der Chief Mate

Ein unterhaltsamer Streifzug durch ein Schauspielerleben
Landwirt, Schauspieler, Bildschirmheld.

Wilfried Pucher gemeinsam mit dem Autor des Buches MIchael Schuster
Vieles lässt sich über Wilfried Pucher erzählen, der im Januar 1977 in der Rolle als Chief Mate des Motorschiffes „Johann Gottlieb Fichte“ über die Mattscheiben der DDR-Fernsehzuschauer flimmerte und sich damit einen Platz in den Herzen vieler Millionen Menschen eroberte.

Dabei war es nur eine von über dreihundert Rollen, in denen der sympathische und bodenständige Künstler als Darsteller im Kino, im Fernsehen und auf der Bühne brillierte.

Er und viele andere, Schauspieler, Regisseure und ein Kapitän kommen in dem Buch „Ich war der Chief Mate“ zu Wort, das Wilfried Pucher sich selbst zum 80. Geburtstag zu Geschenk gemacht hat. Darin erinnert er sich an viele Jahrzehnte Film-, Fernseh- und Theaterarbeit. Spannend, interessant und mit leichter Feder werden Geschichten erzählt, die den Leser vor allem auch hinter die Fernsehkameras und Bühnenvorhänge führen.

Gleichsam als Zugabe enthält die neue Produktion neben vielen Fotos auch das komplette von Wilfried Pucher selbst geschriebene Tagebuch, in dem die Dreharbeiten zur Fernsehserie „Zur See“ während der Kuba-Reise der MS „Johann Gottlieb Fichte“ im Jahr 1974 aus seiner ganz privaten Sicht geschildert werden.

Gemeinsam mit dem Autor des Buches, Michael Schuster, geht der Chief Mate noch einmal auf die Brücke. Dabei plaudert er aus seinem Leben und rezitiert passend dazu Gedichte von Strittmatter über Fontane bis zu Ringelnatz.

Sicher ist, die eineinhalb Stunden des Abends werden wie im Fluge vergehen, manchmal fröhlich, manchmal nachdenklich, so wie Wilfried Pucher eben ist.

Fazit:

„Das war für mich keine Buchlesung im herkömmlichen Sinn, es war ein magischer Moment. Ich war so fasziniert und in den Bann gezogen!“

Diana Frost, Buchhändlerin

Sängerin der Gruppe SAOCO verstorben

Am 17.11.2020 hat uns die traurige Nachricht erreicht, daß die Sängerin der Gruppe SAOCO - Flor - in der Nacht zum 17.11. verstorben ist.
SAOCO hatte mehrere Treffen in Reinsberg musikalisch umrahmt. Besonders emotional war wohl der erste Auftritt im Jahr 2013, bei dem die Band ihr Publikum zunächst im Saal und danach am Lagerfeuer bis weit in die Nacht mit handgemachter kubanischer Musik unterhielt.

flor

Ergebnis der Briefwahl zur Wahl des Vereinsausschusses:

briefwahl
Die Briefwahl zur Wahl des Vereinsausschusses für die Jahre 2020-2022 wurde am 04.08.2020 ausgezählt:


- versendete Wahlunterlagen: 182
- abgegebene Stimmen: 144
- ungültige Stimmen: keine
- mit "JA" gestimmt: 140
- Enthaltungen: 2
- mit "NEIN" gestimmt: 2


Damit ist die Wahl der Mitglieder des Vereinsausschusse bestätigt. In den kommenden beiden Jahren werden die Vereinsfreunde Detlef Bütow, Ralph Krumbiegel und Rolf Peters die Finanzen unseres Vereins kontrollieren.

Spendendaufruf für die Mitglieder der Gruppe SAOCO

am 02.08. erreichte Herrn Wersin der Brief einer auf Kuba lebenden Freundin der Mitglieder der Gruppe SAOCO. Klaus-Dieter Wersin organisiert die Auftritte der Musiker auf Schiffen der AIDA-Gruppe und in Deutschland. Die Gruppe hat bereits mehrere Auftritte bei unseren Seeleute-Treffen in Reinsberg absolviert und uns damit schöne Abende gestaltet. Leider ist die Corona-Krise nicht spurlos an unseren Freunden vorübergegangen.
Der Schiffsrat des DSR Seeleute e.V. hat daher beschlossen, eine Spende von 1.000 EUR zu stiften. Wir werden in naher Zukunft eine Möglichkeit finden, daß auch die Freunde und Mitglieder unseres Vereins die Gruppe SAOCO unterstützen können.
Den Brief von Antje und aktuelle Fotos von Flor und Raul möchten wir schon jetzt auf dieser Seite veröffentlichen.
Flor, sowie Antje mit Mann Flor und Raul


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2. Besatzungstreffen Ablöserbesatzung ABl 7 - Treffen in Berlin

Vorgestern war ein anstrengender Tag fuer mich – es war aber positiver Stress. Von der Abloeserbesatzung Indien 7 (ABI 7) wurde ich als Ehrengast eingeladen. Ich habe meine Teilnahme zugesagt, aber nur unter der Massgabe, dass ich meine Ausgaben selbst bezahle.
Doch der Reihe nach:
Vor ueber 10 Jahren suchte der Elektriker Gerd Pollakowski in den einschlaegigen maritimen Gaestebuechern nach dem Kapitaen Hartmut Hofer. Ich schrieb Gerd, dass ich Hartmut Hofer noch nicht persoenlich kennengelernt habe, aber von seinen zwei Schwagern von seiner Existenz weiss. Ueber die Schwager, der eine betreute unser Seniorenheim als Chirurg und der andere war mein Zahnarzt, gelang es mir, Kontakt zu Hartmut herzustellen. Bei unserem ersten Treffen fuhr er noch zur See. 2011 gelang es mir, Hartmut mit zu dem Seeleutetreffen nach Reinsberg mitzunehmen (Quartier hatte ich auch besorgt). Gerd Pollakowski habe ich informiert, der das oertliche Fernsehen und eine Torgauer Zeitung infomierte, die auch nach Reinsberg kamen (s. Anhang). Bei mehreren Treffen in Reinsberg lernte ich einige Mitglieder von ABI 7 kennen. Auf der Teilnehmerliste fehlen aber noch Teilnehmer des Treffens, weil sie erst spaeter ermittelt werden konnten, u.a. auch ein “Kloensnacker”, der vor vielen Jahren Lehrling von Hartmut war. Da mich einige Teilnehmer noch nicht kannten, stellte ich mich vor dem Treffen vor und erklaerte, warum ich als Ehrenmitglied auf der Liste stehe. Ich sagte auch, dass mir Vollmatrose genauso gefallen haette.
Nach der Vorstellung ueberreichte mir Gerd ein Geschenk mit sehr schoenen maritimen Souvenirs, über die ich mich natuerlich sehr freute. Die Fahrt mit dem Solarcatamaran war auch fuer die Seeleute interessant, weil nur beim Start ein Geraeusch zu hoeren war, ansonsten verlief die Fahrt lautlos. Die Passagiere waren natuerlich nicht lautlos, es gab je viel zu erzaehlen. Ich hatte auch kein Problem, mit ihnen ins Gespraech zu kommen.
Es spielte keine Rolle, welchen Rang die Mitglieder von ABI 7 an Bord eingenommen hatten; es waren auch einige mitreisende Ehepartner dabei. Nach der Fahrt wurden wir von einem Stadtbilderklaerer durch Berlin-Kreuzberg gefuehrt. Natuerlich kannte ich diesen Stadtbezirk aus den Medien, es wird ja oft darueber berichtet. Trotzdem hatte mir die Fuehrung durch diesen Insider sehr gut gefallen, der Jahre vorher zur alternativen Szene gehoerte.
Nach dem Rundgang stand aber fuer mich fest, dass ich einige Orte in Kreuzberg, z.B. den Goerlitzter Park, auch nicht aus Neugierde betreten werde (jede Menge afrikanische Drogendealer, gegen die die Polizei und Politik machtlos ist).
Nach dem zweistuendigen Rundgang wurde von ABI 7 noch ein indisches Restaurant besucht (ohne Voranmeldung haetten sie am Samstagabend keine Plaetze bekommen). Ich hatte schon bei meiner Vorstellung gesagt, dass ich nicht mitkommen werde, weil ja am Abend bestimmt jede Menge “Weisst Du noch ----“-Storys erzaehlt werden wuerden. Von Hartmut habe ich erfahren, dass es noch spät und fuer einige noch später wurde. Mir hatte das Treffen grossen Spass gemacht, einen Muskelkater habe ich jetzt noch.
Treffen1990 Treffen2020
beim Treffen vor 30 Jahren die aktuelle Ablöserbesatzung

Peter Zintl

Corona hat für uns auch was Positives - die Bordgeschichten XVIII sind schon fertig! Die Grafischen Werkstätten Zittau (gwz) konnten den Satz, den Druck und das Binden vorziehen.

Deshalb ist eine Bestellung schon ab 25.05.2020 über den Shop möglich.

BG XVIII

Wir danken den fleißigen Mitarbeitern von den Grafischen Werkstätten Zittau und da ganz besonders Herrn Dr. Oettel für den Satz, Frau Förster für das freiwillige Korrekturlesen und Frau Siebeneicher für die Organisation! Ein dickes Danke auch den vielen Bordgeschichtenschreibern! Ohne euch würde es uns nicht möglich sein, jedes Jahr einen neuen Band zu erstellen. Näheres über die Entstehung unserer Bordgeschichten seht ihr auf unserer facebook-Seite.

Ich war der Chief Mate – Der Schauspieler Wilfried Pucher aus Hainsberg wird 80 Jahre alt 

Landwirt, Schauspieler, Bildschirmheld.

Vieles lässt sich über Wilfried Pucher erzählen, der im Januar 1977 in der Rolle als Chief Mate des Motorschiffes „Johann Gottlieb Fichte“ über die Mattscheiben der DDR-Fernsehzuschauer flimmerte und sich damit einen Platzin den Herzen vieler Millionen Menschen eroberte. Dabei war es nur eine von über dreihundert Rollen, in denender sympathische und bodenständige Künstler als Darsteller im Kino, im Fernsehen und auf der Bühne brillierte. 

Quelle: Schuster Verlag Baalberge    

 

Als die erste Folge der Fernsehserie „Zur See“ im Januar 1977 zur Ausstrahlung kam, wurde damit ein Straßenfeger aus der Taufe gehoben, der bis heute nichts an seiner Attraktivität eingebüßt hat. Von Horst Drinda, Günter Naumann und Co., den 9 sympathischen Darstellern der Schiffsbesatzung, die 1974 mit der MS „Johann Gottlieb Fichte“ aufbrachen, von August bis Anfang Oktober auf einer Reise nach Kuba einen großen Teil der Außenaufnahmen zu drehen, sind die meisten inzwischen verstorben. Nur Jürgen Zartmann und Wilfried Pucher, Darsteller des 1. Offiziers Martin Schulze, sind als Zeitzeugen sozusagen noch „an Bord“. Er und viele andere, Schauspieler, Regisseure und der damalige 2. Offizier Jürgen Wendler kommen in dem Buch „Ich war der Chief Mate“ zu Wort. Darin erinnert er sich an viele Jahrzehnte Film-, Fernseh- und Theaterarbeit. Spannend, interessant und mit leichter Feder werden auf 236 Seiten Geschichten erzählt, die den Leser vor allem auch hinter die Fernsehkameras und Bühnenvorhänge führen. Gleichsam als Zugabe enthält die neue Produktion neben vielen Fotos auch das komplette von Wilfried Pucher selbst geschriebene Tagebuch, in dem die Dreharbeiten zur Fernsehserie „Zur See“ während der Kuba-Reise der MS „Johann Gottlieb Fichte“ im Jahr 1974 aus seiner ganz privaten Sicht geschildert werden.
Punktgenau an seinem 80. Geburtstag wird er am 10. Juli 2020, 19:00 Uhr, gemeinsam mit dem Verleger Michael Schuster in der Galerie ART IN Meerane sein Buch „Ich war der Chief Mate“ vorstellen.

 

Karten bitte NUR per Vorbestellung zum Preis von 12 Euro ab sofort in der Galerie ART IN, dienstags, mittwochs, donnerstags und sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr, Telefon 03764 186983, per Funk 0176 43431455 (Frau Marsch, Galerieleiterin) oder per Mail: galerie@meeranerkunstverein.de

Hinweis:
Für Fragen und die Vereinbarung von Interviewterminen stehen wir immer gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Schuster
Schuster Verlag Baalberge
Alter Ziegeleiweg 3 b
06406 Bernburg
Verlag, Redaktionsbüro, Marketing- und Tourismusberatung
Telefon: +493471-314331
Mobil: +491783504615
Email: schusterverlag@gmx.de
WEB: www.schusterverlag.de

54. DSR Seeleutetreffen vom 19.-21.06.2020

Liebe Mitglieder, Liebe Freunde,

sicher werdet Ihr aufgrund der aktuellen Situation schon damit gerechnet haben:
Wir müssen hiermit unser 54. traditionelles Seeleute- Treffen vom 19. bis 21.6.2020 schweren Herzens absagen. Der Vorstand des Vereins, der Schiffsrat, hat vieles bedacht und abwägen müssen, haben wir doch schon große Bestandteile der Veranstaltung vertraglich fixiert.

Wir werden im Mai die Situation neu bewerten und uns die Möglichkeit offenlassen, in der zweiten Jahreshälfte ein eintägiges Herbsttreffen zu organisieren.Über unsere Homepage werden wir Euch informiert halten und Aktualisierungen mitteilen.

Alle Mitglieder werden auch über gesonderte Vereinspost auf dem Laufenden gehalten.

Auch wir möchten Euch dazu aufrufen, diese lange „Reedezeit“ entsprechend der neuen Regeln im Umgang bei sozialen Kontakten und Ausgangsbeschränkungen einzuhalten, damit wir uns auch in naher Zukunft gesund und vollzählig wiedersehen.

Bleibt gesund  

Frank Thiele
Präsident des DSR Seeleute e.V.


Am 05.11.2019 erreichte den DSR Seeleute e.V. nachfolgendes Schreiben. Wer die Möglichkeit hat, Jochen Müller zu helfen, kann sich mit ihm direkt in Verbindung setzen. Er ist zu erreichen über: jmueller(at)muellerromca.de

Liebe DSR-Seeleute,

seit kurzem bin ich im Besitz des Werftmodells der "MAGDEBURG", eines DSR-Schiffs des Typs XD. Dieses wunderbare Modell im Maßstab 1:50, somit stolze 3 m lang, hat offenbar schon manchen (Dachboden)-Sturm erlebt und die 50 Jahre sind nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Dennoch sieht man in jedem Detail was für eine großartige Modellbauleistung damals vollbracht wurde. Meine Hochachtung!

Wer es gebaut hat weiß ich nicht. War es die Lehrwerkstatt der Neptun-Werft? Das könnte ich mir vorstellen. Es ist komplett aus Zinkblech und Messing konstruiert und alle Bauteile sind verlötet. Ein echtes Schiff.

Ich habe einige Bilder zusammengestellt, die den jetzigen Zustand dokumentieren. Ich möchte nun die Magdeburg wieder in altem Glanz erstrahlen lassen.

Dazu muß zunächst des Deck ausgebeult und die Reling wieder angelötet werden. Aber dann gehts los: Hunderte lose Teile müssen gerichtet, nachgebaut und wieder richtig positioniert werden. Fast alles muß neu lackiert werden. Die Takelung des Ladegeschirrs soll neu entstehen, und, und, und...

Dafür hätte ich gerne Eure Hilfe. Für diese Aufgabe brauche ich Informationen, Zeichnungen, Fotos, sei es von der "Magdeburg" oder von den anderen Schiffen des Typs XD. Deshalb meine Bitte: Könnt Ihr diese Nachricht an ehemalige XD-Fahrer weiterleiten und auch selber in Eure Archive steigen? Wenn sich etwas findet, komme ich auch gerne vorbei, sofern ein Versand nicht möglich ist. Auch die Geschichte und Geschichten von der "Magdeburg" interessieren mich, ist doch das Modell quasi ein Stück auch das echte Schiff.

Ich würde mich freuen, bald von Euch zu hören und hoffe, daß die Restaurierung mit Eurer Hilfe einfacher und fehlerfreier wird.

Mit Dank vorab und herzlichen Grüßen aus Schleswig-Holstein

Jochen Müller, Flintbek

Sigmund Jähn

FLIEGERKOSMONAUT DER DDR SIGMUND JÄHN

Auszug aus einem Brief

Zwezdny Gorodok, den 18.10.2001

…Ich habe zu tiefe und zu nachhaltige Erinnerungen an diese Episode in meinem Leben, an den mit seinem Schiff eng verbundenen Kapitän Hanning Zeplien, den vogtländischen ersten Chief, an viele Mitglieder der Besatzung und überhaupt an alles, was mit dieser Geschichte verbunden ist.

Die, wie sie schreiben, lustige Begebenheit mit dem falschen Eingang und der einseitigen Bemalung wären so ziemlich das Unwesentlichste, woran ich mich in dieser Richtung zu erinnern hätte.

Als ich 1978 nach meinem Raumflug von der geplanten Namensnennung hörte, war mir das in erster Linie peinlich. Ich konnte mir gut vorstellen, was die Werftarbeiter und die Seeleute zu dieser ungewöhnlichen Entscheidung sagen würden. Auf der anderen Seite war mir klar, dass jemand aus der Ecke der Propaganda auf die Idee mit dem „Fliegerkosmonauten“ gekommen war. Der Name Jähn war ja eindeutig (wenigstens vor dem Raumflug) beliebig austauschbar.

Was die großen Begrüßungen und Empfänge betrifft, so habe ich mir die angeborene Vorsicht dagegen zum Glück bewahren können. Ich weiß aber nicht mehr genau, was mich damals in Rostock bewog, den Hintereingang zu nehmen. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich das bewusste Schiff ausgemacht und steuerte einfach auf dem ersten besten Weg darauf zu.

Ich will Sie nicht mit Einzelheiten langweilen. Später war ich mehrmals auf dem Schiff. Sogar mit meinem Kollektiv. Wir wurden immer außerordentlich gastfreundlich empfangen und schliefen auch im Hafen. Im Austausch konnte ich einige Schiffsoffiziere auch einmal in meinem Heimatdorf im Vogtland empfangen. Die Besatzung hatte ja mit mir nicht gerade das große Los gezogen. Halberstädter Würstchen und andere Aufmerksamkeiten konnten wir nicht bieten. Hanning Zeplien, der Kapitän hat es mir trotzdem leicht gemacht. Wir waren beide eine Generation; als junge Leute in und mit der DDR aufgewachsen. Die Nachkriegszeit und der Wille, etwas aus uns zu machen, hatten uns geprägt. Hanning war seinerzeit der jüngste Kapitän der Seereederei. Ich glaube, er hat später dieses neue Schiff geliebt. In der Umbruchsituation von 1990 ist er leider von einer gemeinsamen Kahnfahrt zum Fischen mit einem Kameraden nicht zurückgekehrt.

Und ich hatte die große Fahrt, zu der mich der Kapitän mehrmals eingeladen hatte, aus Zeitgründen immer wieder verschoben. Ich erinnere mich, dass das Schiff viele Jahre auf der Westafrika-Route eingesetzt war.

Ach so, die Geschichte mit der Bemalung. Wer weiß, ob nicht einer von der Reederei gesagt hatte, der Jähn will bestimmt seinen Namen am Schiff sehen, wenn ihr ihn schon zum Bordfest eingeladen habt. Vielleicht dachte wirklich jemand, ich könnte nicht begreifen, dass im Dock ein Schiff nach einer bestimmten Technologie bemalt wird. Wie dem auch sei. Hanning hat sich mit mir und dem Schiffsnamen fotografieren lassen. Und auf dieses Foto, schon etwas verblichen, bin ich heute, wo „mein“ Kapitän sein Leben gelassen hat, es das Schiff nicht mehr gibt und ich alt geworden bin, fast ein wenig stolz. Sollte ich noch zehn Jahre mitmachen, kann es passieren, dass ich meinem jüngsten Enkel erzähle, dass es einmal ein Schiff mit dem Namen seines Großvaters gab; damals, in der DDR.

Vom Kapitän weiß ich übrigens, dass der Name „Fliegerkosmonaut der …“ viel zu lang war. In Hamburg, sagte er mir einmal, hätte man ihn kritisiert, weil sich sein Schiffsname in kein Register ordentlich eintragen ließe.

Wie gesagt, leider habe ich keine Fahrt auf dem Schiff mitgemacht. Ich hätte früher wissen müssen, dass die Zeit so schnell vergeht. Und doch war ich auf einem Schiff der Deutschen Seereederei in Indien. Diese Geschichte hat sich auch in meiner Erinnerung festgesetzt. Man lebt eben nicht vom Brot allein. Ich durfte Mitte der 80er Jahre an einem Raumfahrtkongress in Bangalore, Indien teilnehmen. Auf dem Rückflug hatten wir in Bombay einige Stunden Aufenthalt. Am Flughafen empfing uns der Konsul der DDR und bemerkte, dass zufällig ein Schiff von uns im Hafen läge (Leider bin ich mir mit dem Namen nicht sicher und will nichts Falsches aufschreiben. Anm. der Red.: MS FREYBURG unter Kapitän Karl-Heinz Timmel). Jedenfalls bat mich der Konsul, der Besatzung etwas vom Kongress und überhaupt zu erzählen.

Natürlich war ich einverstanden. Und der Koch hatte sogar Brot an Bord, das nach zu Hause schmeckte.

DSR-Seeleute e.V. auf der Hanse-Sail 2019

vom 08.08.-11.08.2019 fand die Hanse-Sail in Rostock statt. Auch der DSR Seeleute e.V. war bei der 29. Auflage der traditionellen Veranstaltung dabei. Für dieses Jahr hatte Lothar viel Arbeit in eine neue Attraktion für die Besucher unseres Standes investiert - ein nicht ganz ernst zu nehmendes seemännisches Quiz. Diese Idee erwies sich als besonderer Anziehungspunkt , der unserem Pavillion zahlreiche Besucher bescherte - konnte man doch ohne Risiko einen Preis gewinnen.

Am Donnerstag galt es erst einmal, den planmäßig instandgesetzten Pavillion aufzubauen. Dank Rainer Hübner, der bereits im Juni den Transport von Reinsberg nach Rostock übernahm, war das Zelt pünktlich zu Stelle.

Nach wenigen Stunden war der Stand komplett aufgebaut und eingerichtet. Die an 4 Tagen zahlreichen Besucher konnten Vereins-Artikel (z.B. Flaggen, T-Shirts, Aufkleber) erwerben. Viele Besucher steuerten den Stand zielgerichtet an, um die diesjährige Auflage der BORDGESCHICHTEN (Band XVII) zu erwerben. Auch ältere Bände waren teilweise noch erhältlich. Der Andrang war so groß daß unser Geschäftsführer Hans-Joachim am Samstag noch eine zusätzliche Kiste Bücher mit nach Rostock bringen mußte.

Vielen Dank allen fleißigen Helfern (Hubert, Brigitte, Bärbel, Winfried) und vor allem Conny und Lothar für die gute Organisation im Vorfeld und während der Hanse Sail

gegen 14:00 Uhr war der Stand des DSR Seeleute e.V. komplett eingerichtet
besondere Attraktion: das Quiz des DSR Seeleute e.V. war ständig umlagert


DSR-Seeleute,  Sonntag, 8. Dezember 2019